Rover on tour

Logbuch


Crewwechsel

Till geht schweren Herzens von Bord – die Arbeit ruft ihn… Die „Überführung“ von Rover von Olbia nach Port Napoleon hat super geklappt und wir hatten viel Spaß und viel Sonne (und wenig Wind). Nun sind Margrit und Robert an Bord für die nächste Etappe der Flußfahrt. Heute wollten wir in den Stadthafen von Port Saint Louis verlegen, zurzeit bläst unser lieber Mistral aber wieder mit bekannter Stärke, kalt und bei strahlender Sonne.

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Port Napoleon bei Nacht


Die Metamorphose

Die Verwandlung des stolzen Seeschiffs ROVER in einen gemütlichen Flussdampfer ist vollzogen! Till enterte zweimal den Mast, um die Radarantenne und den Windanzeiger vor dem Zugriff des Krans zu schützen. Der Mast wehrte sich ein bisschen, seinen angestammten Platz aufzugeben, verlor aber schließlich doch. Als schön verschnürtes Paket liegt er nun auf seinen Podesten, die wir mit Bordmitteln gezaubert haben. Im ganzen großen Port Napoleon war kein Holz aufzutreiben… Das war uns zwei „Megaburger“ im Fast Food Resto in Port Saint Louis wert. Auf der Rhone stand Wind gegen Strom – sah gruselig aus. Die Öffnungszeiten der Schleuse waren noch nicht ermittelbar. Margrit und Robert stehen in den Startlöchern und werden Freitag erwartet.


Port Napoleon

Heute nur kurz, der Tag war lang. Wir sind heil und zufrieden und mit leichtem Sonnenbrand in Port Napoleon an der Rhonemündung angekommen. Das Etappenziel ist erreicht. Kurz danach fing unser Freund, der Mistral, an zu blasen. Wird heute nacht und morgen wohl noch heftig pusten. Wie gut, dass wir zügig heute abend noch alle Segel abschlagen konnten. Morgen bereiten wir das Legen des Mastes vor, welches dann am Mittwoch stattfinden soll. Die Metamorphose von Rover vom Segelfahrzeug zum Flussdampfer ist eingeleitet. Im güldenen Abendrot fliegen vor dem Vollmond zwei Dutzend Flamingos übers Schiff.


Porquerolles

Wir sind über den großen Teich! Das heißt, von Girolata (Korsika) nach Porquerolles (französische Südküste), ca. 120 Meilen. Die Nachtfahrt war nach einem unruhigen Anfang erfreulich sanft. Nur die französischen Behörden scheinen uns auf dem Kieker zu haben: zuerst kommt uns 20 Meilen hinter Korsika ein Hubschrauber der CoastGuard nachgeflogen, glotzt uns an mit Riesenkamera und dreht wieder ab; dann kommt nachts die Marine fast längsseits, hält sich aber doch fern; am Ankerplatz schließlich entert uns der Zoll mit drei Bewaffneten und guckt in jedes Schapp… Nicht unfreundlich, aber überflüssig. Vor der Pizza an Land steige ich ins Tauchkostüm (bei 14,5 Grad Wassertemperatur) und bearbeitete mit breitem Eiskratzer das Unterwasserschiff. Der Bewuchs ist schier unfassbar (siehe grünes Urwaldfoto). Die langen „Stiele“ sind 8 bis 10 cm lang! Frage an Biologen: um welche Gattung handelt es sich hier?? Ansonsten total idyllischer Ankerplatz mit zahlreichen Wochenendgästen.

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