Rover on tour

Logbuch


Girolata

Ruhige Motorfahrt mit Segelunterstützung entlang phantastischer Hochgebirgspanoramen! Wir haben das Mittelmeer fast für uns allein, noch ist Winter bzw. Vorsaison. Für erste Ansätze von Sonnenbrand reicht es trotzdem. Wir kommen ein gutes Stück nach Norden, bis in die kleine versteckte Bucht von Girolata. Auch hier liegen wir fast allein vor zwei Bojen. Der Ausflug ins Hinterland eröffnet traumhaft schöne Aussichten! Nach den abendlichen Nudeln treffen wir Vorbereitungen für die große Überfahrt ans französische Festland…


Ajaccio

Die Weiterfahrt nach Ajaccio geriet trotz Flaute wegen erheblicher alter, konfuser Dünung bis zu 2 Meter zu einer Achterbahnfahrt. Alle losen Teile im Schiff suchten sich einen neuen Platz. Vor allem das Geschirr sortierte sich lautstark neu. Die von Till am Vortag avisierten Bratwürstchen „um Punkt 12 Uhr Mittag“ fielen wegen akutem Desinteresse aus. Und so rollten, schlingerten, stampften und gierten wir also gen Ajaccio, wo wir trotz allem wohlbehalten ankamen.


Propriano


Bonifacio

Weil’s hier so schön ist, bleiben wir noch einen Tag und machen die Gegend unsicher. Die Altstadt ist von der Lage und der Bauart her einfach fantastisch! Nachmittags laufen wir in die andere Richtung und geraten in dichten Nebel. Sehr spannend, vor allem die kurzen Ausblicke, wenn der Nebel sich kurz liftet. Wir finden aber zurück zum Boot und Till testet die Amateurfunkanlage. Einige kurze Gespräche mit Deutschland, Lettland und Griechenland belegen, dass alles einwandfrei funktioniert! Unser abendlicher Ausflug in ein „gutes“ einheimisches Restaurant führt zu stilvoller Nahrungsaufnahme und dem Gefühl, eine gute Vorspeise verzehrt zu haben. Morgen soll’s weiter gehen!


Isla Lavezzi und Bonifacio

Die lang ersehnte und angekündigte Sonne bleibt zunächst noch aus und so schaukeln wir stark gebremst durch die Straße von Bonifacio. Zum Segeln passt die Windrichtung nicht so richtig. Der Motor gibt sich redlich Mühe, scheitert aber an dem erheblichen Seepockenbewuchs an der Schraube, der fotografisch ermittelt wurde. So an die zwei Knoten kostet er uns wohl. Das geht natürlich überhaupt nicht und Abhilfe muss her. Wir machen eine Mittagspause in der Isla Lavezzi – mitten in der Straße von Bonifacio und schon zu Frankreich gehörend – und sind erstmal sprachlos vor soviel Schönheit. So wie Seychellen, denk ich. Wasser hell und klar, die Sonne scheint mittlerweile, Sandboden 3 Meter unterm Kiel: Also warme Klamotten an, Spachtel aus der Werkzeugkiste gekramt und rein ins 14 Grad warme Wasser. So ein Genuss! Die Pocken lassen sich schnell überreden, umzuziehen und dutzende von Fischen beobachten alles ganz genau. Als wir nach zwei Stunden weiterfahren, machen wir bei gleicher Drehzahl 2 Knoten mehr! So soll es sein. Die superspektakuläre Einfahrt nach Bonifacio rundet den Tag so richtig schön ab.

Nach dem Sauberkratzen der Schraube: