Rover on tour

Logbuch

Tonnerre

Die Kleinstadt Tonnerre ist bedrückend. Sie ist ein erschreckendes Beispiel dafür, wie zahlreiche französische Dörfer und Städte innerlich zerfallen. Streckenweise hat man den Eindruck, dass ganze Straßenzüge irgendwann im Spätmittelalter, spätestens aber nach der Französischen Revolution, aufgegeben und verlassen wurden. Architektur aus mehreren Jahrhunderten zerfällt ungebremst. Klar, das Geld fehlt und die Arbeitslosigkeit ist hoch. Trotzdem tut es weh. Man atmet Geschichte auf Schritt und Tritt. Wir besichtigen mehrere uralte Gemäuer, von denen Burgund so viel hat. Die letzten paar Tage haben wir nur Halbtagestouren gemacht, um mal was anderes als Kanal zu sehen. In zwei Tagen wollen wir das Ende des Canal de Bourgogne ereicht haben (kurz vor dem drohenden Kanalkoller) und kommen wieder in mehr oder weniger frei fließende Flüsse: zunächst die Yonne, dann die Seine. Unser Schleusenzähler steht bei 169.

(Anm. d. Red.: Positionsangaben werden hoffentlich wieder angezeigt…)

Hier kommt ein Gerät, das die Unterwasserpflanzen im Kanal mähen und abtransportieren soll, damit nicht Filter und Propeller ständig gereinigt werden müssen. Angeblich braucht er vier Monate für den gesamten Canal de Bourgogne.

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