Rover on tour

Logbuch


Winterintermezzo

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Phantastischer Propellerflug über die Alpen nach Olbia. Der Mafiosi von Taxifahrer nimmt schamlos 15 EUR für die drei Kilometer vom Aeroporto Costa Smeralda bis in die Marina. Wenn der Mühlstein von Koffer nicht so schwer wäre … Mit Rover scheint alles in Ordnung zu sein. Die Batterien sind voll solar geladen, es ist kein Wasser im Schiff, der Rost hat nur mäßig zugenommen – was will man mehr? Also Gas aufgedreht und Kaffee gekocht. Draußen in der Sonne sitzen bei 15 Grad ist ein Genuß! Der Bewuchs am Unterwasserschiff soll mit den Unmengen von Regen-(Süß-)wasser während der vergangenen Überflutungskatastrophe von Olbia geradezu abgefallen sein. Sehr schön. Abends dann doch den kleinen Heizlüfter rausgeholt. Das Wichtigste war dann das Herstellen der WLAN-Verbindung :-).


Katastrophenalarm in Olbia

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Flutkatastrophe in Olbia

Als belesener Möchtegern-Weltumsegler weiß man, dass man sein Schiff in der Karibik und in der Südsee zu gewissen Zeiten möglichst nicht lassen sollte, da die Gefahr von Hurrikans bzw. Zyklonen droht. Aber Sardinien?! Wie wir der Bildzeitung entnehmen können (beim Bäcker von weitem gesehen…), „raste gestern ein Zyklon über die Trauminsel der Promis“. Na ja. Wie ich mittlerweile erfahren durfte, ist die Marina di Olbia selbst nicht direkt betroffen, alle Boote sind in Sicherheit und unbeschädigt. Einen speziellen Dank an dieser Stelle an Murray und Cate von der SY Coolchange, die zwei Boxen weiter überwintern und nach Rover schauen!


Resümee Sommer 2013

unsere Route im Sommer 2013

unsere Route im Sommer 2013

Die Rover-Saison 2013 ist zu Ende. Die zurückgelegte Gesamtstrecke seit Leros (ca. 1.335 sm) nimmt sich doch ganz eindrucksvoll aus, wenn wir auch nicht ganz so weit gekommen sind, wie ursprünglich geplant. Weitere Abweichungen von der erhofften Route war der Verzicht auf die Südumrundung der Peloponnes-Halbinsel (zuviel Wind aus West) sowie der Verzicht auf Tunesien (Marinaverfügbarkeit, Bakschisch, politisch unsicher). Aus unserer Sicht hatten wir ungewöhnlich viel Wind, der – unserer Generalrichtung West geschuldet – oft auf die Nase kam. Ab Sizilien auch viel Gewitter. Im Gegensatz zu unserer Türkeirunde in 2012 war dies kein Badetörn, sondern hatte schon eher Überführungscharakter. Nach dem Verlassen Griechenlands fanden wir die meisten Marinapreise unangemessen hoch. Zum Ankern fehlten hier meist die geschützten Plätze. Wir finden, dass das Mittelmeer sich zunehmend zu einem Revier für Charterboote entwickelt, in dem individuelle Fahrtensegler zu einer Randgruppe werden, die finanziell bald nicht mehr mithalten kann. – Schön war’s trotzdem!


Olbia

Felseninsel Tavolara südlich Olbia

Felseninsel Tavolara südlich Olbia

Tja, wie soll ich sagen – wir sind sozusagen – plötzlich und unerwartet –  in Olbia, Sardinien „gestrandet“. Nicht mit dem Schiff auf einem Felsen oder so, aber unsere Reise ist hier vorläufig zu Ende. In der Marina di Olbia haben wir einen Winterplatz im Wasser gefunden, zu akzeptablen Konditionen für eine eigentlich superteure Einrichtung. Und heute haben wir einen Rückflug mit Ryanair gebucht, für Donnerstag. Damit folgen wir unerwartet schnell Ulla, die am Sonntag morgen zunächst mit der Bahn nach Cagliari fuhr, um dort den Flieger nach Hause zu erwischen. Und heil angekommen ist sie auch. Uns bleibt jetzt noch ein bisschen Zeit, um Rover für die Winterzeit vorzubereiten, also Segel abschlagen, Dinghi verstauen, Leinen und Blöcke abnehmen sowie alles, was in unserer Abwesenheit eventuell abgeschraubt und bei ebay verkauft werden könnte. Um Frostschutz werden wir uns dagegen nicht kümmern. Vielleicht ergibt sich ja eine Gelegenheit, so gegen Weihnachten mal vorbeizuschauen?


La Caletta

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Sardiniens Ostküste nördlich Santa Maria Navarrese

Liegen jetzt schon drei Tage hier in La Caletta. Für die nächste Woche ist ein lang anhaltender starker Mistral angekündigt, der uns noch mindestens eine Woche in Sardinien festhalten wird. Wir stellen Überlegungen an, Rover hier in Olbia für den Winter aufzulegen, da Margrit einen starken Drang nach Hause hat. Wir mieten uns einen Clio und checken die Situation in Olbia vor Ort.