Intensive Berechnungen von Wasserständen, Strömungen, Winden und Geschwindigkeiten führten zu einem Weckerklingeln um 5 Uhr. O weh. Halb 6 Eindampfen in die Spring und ab ging die Post mit bis zu 8 kn über Grund. Ein schneller Ritt mit 4 bis 5 Beaufort. Das Seegatt hinter Schiermonnikoog war gnädig zu uns und so konnten wir noch vor Mittag in die Schleuse von Lauwersoog. Dann noch mal 10 Meilen (18,52 km) weiter ins Binnenrevier von Holland. Begeisternd, wie intensiv die Holländer mit Wasser und Booten umgehen und was für eine komfortable Infrastruktur entstanden ist. Wie sind auf der „Stehenden-Mast-Route“, d.h. alle Brücken öffnen sich, wenn wir ankommen!
Monatsarchiv: Juni 2022
Borkum
Wind und Tide geschuldet ging’s heute wieder unten rum durchs Watt. Liebliche 2 Windstärken säuselten uns entgegen, aber dafür Sonne satt. Durch die Prickenwege von Juist, Memmert und Borkum fanden wir ein Plätzchen im „Port Henry“. Ziemlich rumpelig und verkommen, wenig einladend. Das Dorf ist 6 km entfernt. Allerdings gab es guten Apfelkuchen und Currywurst vor Ort!
Aussenrum nach Norderney
1 Stunde vor dem Mittagshochwasser arbeiten wir uns gegen den Reststrom durchs Seegatt auf die Nordsee. Der versprochene Nordwind Stärke 2 ist gegeben und füllt zart die Segel. Aber mit dem Ebbstrom und leicht mitlaufender Maschine kommen wir nach Norderney. Weder die Skyline noch der etwas öde, knallvolle Hafen wecken hier Sympathien. Dafür schmecken die Nudeln bei Sonne im Cockpit, während die Aluyacht LENA aus Melbourne (!!) einläuft.
Wattfahrt nach Spiekeroog
Da nördlich der Inseln wieder 4 Beaufort aus West angesagt waren, wählten wir unseren Weg durchs Watt. Vorbei an Minsener Oog, Wangerooge und Spiekeroog. Dann lief uns die Tide weg und wir machten in Spiekeroog Halt. Spaziergang durchs Dorf, Eis, Strandbesuch und Hafenmeister (32 EUR!).
Horumersiel
Endlich.Mehrere Wochen nach dem Ursprungstermin sind wir doch noch losgekommen. Die Hindernisse hielten aber an. Wasserstand im Vareler Hafen war 60cm zu tief, dann die neue Brille versenkt, hinter der Schleuse fing der Starkregen an. Wind in Stärke 4 bis 6 voll auf die Nase. Nach dem Kentern der Tide (Wind gegen Strom) wurde es dann richtig ungemütlich. Den ersten Tag hätte ich mir sanfter gewünscht.