Rover on tour

Logbuch


Hanö

Heute hat(te) Margrit Geburtstag und wie’s der Zufall will, werden Erinnerungen wach an ihren Geburtstag 2011 in Sardinien, als uns die Guardia Costiera aufbrachte. Auch heute segeln wir durch ausgedehnte militärische Schieß- und Übungsgebiete und müssen Umwege nehmen. Man schießt wirklich scharf und der Geschützdonner hallt über die Hanö-Bucht. Wir werden glücklicherweise nicht getroffen und segeln bei 4 Beaufort von hinten in den kleinen Hafen der Insel Hanö. Hier werden wir überrascht von dem idyllischen Bullerbü-Charakter des Dorfes und von dem zauberhaften Naturreservat dahinter. Der Leuchtturm soll der lichtstärkste in der gesamten Ostsee sein! Als wir noch auf der Terrasse des Molenrestaurants lecker Fisch essen, ist Margrit mit dem Gesamtarrangement zu ihrem Geburtstag zufrieden.


Rönne, Bornholm, DK 2

Heute war Ruhetag. Völlig veränderte Szenerie: mit voll Sonne und abflauendem Wind verwandelt sich das wilde Meer wieder in einen Ententeich und das unwirtliche Rönne in ein pittoreskes Städtchen mit hübschen Häusern und phantastischem EIS! Leider sind alle der 4 typischen Bornholmer Rundkirchen weiter weg, so dass dieser Programmpunkt ausfallen muss. Dafür wird das neue UKW-Funkgerät montiert (funktioniert!) sowie der Motor gewartet (wieder viel Wasser in der Bilge – shit!).


Rönne, Bornholm, DK

Zunächst eher schwach windig und ohne Welle erhaschen wir noch Blicke auf die Kreidefelsen von Rügen. Dann stellt sich Westwind mit 4 Beaufort ein und wir machen bei raumem Wind unsere große Genua schön breit. Mit Motorunterstützung rasche Fahrt, vorbei an der Großbaustelle des Windparks Arkona. Schließlich nehmen Wind und Welle immer mehr zu, bis wir von über 2 m hohen Wellen geschleudert werden und uns 6 Windstärken und mehr um die Ohren blasen. War irgendwann nicht mehr lustig. Den Empfehlungen unseres Führers folgend reiten wir auf hoher Welle zunächst in den Stadthafen von Rönne auf Bornholm, der sich als unzumutbar erweist. Also wieder los, raus aus dem Hafen und zurück ins Schleudertrauma. Schließlich in die nördlich gelegene Marina Nörre Kas gefunden und schnell einen Super-Boxenplatz mit Fingersteg ergattert. Der stellt sich nach aufwendigem Festmachen als mit roter Tafel besetzt heraus und äußerst widerstrebend verholen wir noch einmal in eine kleinere Box, wobei wir mehrmals mit dem Kiel auf Steinen aufsetzen. Danach kann uns alles gestohlen bleiben und wir lecken unsere Wunden (keine körperlichen…).

 

Video


Sassnitz/Rügen

Heisser Ritt bei teilweise pottendichtem Nebel runter nach Rügen. Lange 6 bis 7 kn unter Segeln. Crewwechsel: Margrit steigt ein, Hilde und Bernd übernehmen wieder ihr Wohnmobil.