Kühlkompressor ausgebaut, offenbar Steuereinheit kaputt, nicht zu reparieren. Wir disponieren um von kaltem Bier auf Rotwein. Tauchen gegangen, um zu checken, ob Bugstrahlruder Propeller blockiert – aber in Ordnung. Seepocken von Schraube hinten gekratzt. Gas Fernschalter kaputt. Toilette zieht kein Vakuum. In die geplante Richtung zu den Kanalinseln kommen wir die nächsten 10 Tage wegen starkem Gegenwind nicht los. Übung in Gelassenheit?
Zurück an Bord
Franz und ich sind nach diversen Widerständen gut angekommen und versuchen, uns an Bord einzurichten. Leider gibt es technische Probleme. Starterbatterie musste neu, Bugstrahlruder schmeißt die Sicherung (?), Kühlschrank Kompressor komprimiert nicht. Für die nächsten Tage ist starker Ostwind angesagt, sodass wir vorerst nicht wegkommen. Dafür ist rund um den Hafen ein Jahrmarkt aufgebaut mit extremen Fahrgeschäften und viel entsprechenden Sound bis tief in die Nacht.
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Verholt nach Paimpol
Wir hätten Rover in Roscoff über den Winter lassen können, aber die Preisgestaltung und die angekündigte Verdoppelung dieser Preise (!) in 2023 waren unerträglich. Also hat sich die Mannschaft aufgemacht in die Bretagne, um das Boot in den Hafen von Paimpol zu verholen, deren Preisvorstellungen akzeptabel waren. Die Überführung war geprägt von sehr starken Strömungen und schwachen Winden. In der ersten Hälfte der 10 stündigen Fahrt bremste uns der Strom auf bis zu 1,5 kn ab, um uns in der zweiten Hälfte auf über 9 kn zu katapultieren. Die Einfahrt nach Paimpol bei Hochwasser erfolgte etwas stressreich bei tiefstehender Sonne genau gegenan… Nun liegt Rover also gut vertäut und wartet, bis es weitergeht.



Heimaturlaub

in die Bretagne
45 Meilen flotte Fahrt mit teilweiser Motorunterstützung, um den Strom auszugleichen. Wieder Wechsel der Gastlandflagge und der Zeitzone. In der Bretagne angekommen, fahren wir in die Mündung des Flusses Trieux und ankern in einer stillen Bucht. Wieder mal: Ankern ist einfach toll! Am nächsten Tag ankerauf und ab Richtung Westen. Das gute Wetter mit östlichen Winden bleibt uns treu. Mit Schmetterlingbesegelung rauschen wir bei leichtem Strom mit bis zu 8,5 kn dahin. Spannend, nicht unbedingt entspannend. Im Hafen von Roscoff empfängt man uns im Vorhafen und hilft uns bei der Strömung an den Stegen in die Box.
