immer noch Schwelgen im Rost
Leider kann ich dem geneigten Leser eine Fortsetzung der Rostschlacht nicht ersparen. Ich bin noch tief in der destruktiven Phase (und plane im Geiste die konstruktive – den Wiederaufbau). Das Boot ist ein Schlachtfeld. Der Rostbefund beschränkt sich zwar auf die erwarteten Stellen, ist hier aber ausgeprägter als befürchtet. Das wird noch eine Schweißorgie werden! Die Arbeit mit Flex und Zopfbürste ist unglaublich dreckig. Irgendwie muss ich da durch.
noch mehr Rostlöcher
Rover steht zurzeit optimal in einer „eigenen“ Halle – ideale Arbeitsbedingungen! Ich bin dabei, schonungslos alle Roststellen aufzudecken und freizulegen. Es könnte einem schlecht werden, wenn man die Löcher sieht! Und immer das gleiche Prinzip: Stahl in direktem Kontakt mit Holz (Außenbereich) führt fast unweigerlich zu ROST. Im Cockpit entferne ich gerade alle Holzapplikationen und versuche, erste Vorstellungen eines möglichen Sanierungskonzeptes zu entwickeln. Dabei kann man mit Stahl alles machen: „einfach“ alten Gammel wegschneiden und neues Blech einschweißen. Also nicht wirklich ein Problem, sondern nur Arbeit.
Rost am Bug
Das Ende vom Lied?
Die Reise ist zwar zu Ende, nicht aber der Umgang (die „Arbeit“) mit dem Boot. Rover wurde in der Werft in Varel mit dem Kran an Land gesetzt. Zuvor wurde das geschnürte Mastpaket mit dem Baum und den Spinackerbäumen vorsichtig auf einen Mastwagen gelegt, worauf bei diesem die (durchgerostete) Achse durchbrach… Zwei Tage später konnte bereits die Hauptmaschine aus dem Motorraum gehoben und in meine Garage transportiert werden. Dann wurde die ganze Fuhre unter Aufbietung der letzten Kräfte des alten Treckers in die Halle geschoben. Nach dem Ausräumen von allem, was sich nicht mit dem Dreck und Staub einer Werkstatt verträgt, harrt Rover nun der Bestandsaufnahme. Näheres in Kürze.