Rover on tour

Logbuch


Amsterdam

Amsterdam ist jede Reise wert. Wegen unserer reduzierten Höhe bleibt uns der berühmte nächtliche Konvoi der Segelboote durch die Brücken der Innenstadt erspart und wir fahren durch bis zum Sixhaven im Fluss „IJ“. Begleitet werden wir von Margreet, die gleich mithelfen kann, als wir mit den Liegeplatzverhältnissen im Sixhaven im Sommer konfrontiert werden. Hier kommt wirklich erst dann keiner mehr rein, wenn kein freier Quadratmeter Wasser mehr zu sehen ist. Allerdings kommt dann auch keiner mehr raus. Mit einer kostenlosen Fähre geht’s rüber zum Bahnhof und man ist sofort im Zentrum. Das Sehenswerteste an Amsterdam ist wohl das alte Grachtenviertel mit den schmalen hohen alten Häusern. Wir gönnen uns eine Hop-on-hop-off-Grachtentour und kriegen so einiges zu sehen. Museen sind wie in Paris mit einer langen Warteschlange bestückt, nur ins neue „EYE“, dem Filmmuseum, kommen wir rein, und das umsonst. Was gibt’s noch hier? Hauptsächlich Fahrräder, Boote, Wasser und noch mehr Fahrräder. Weiterhin Coffeeshops, wo nach wie vor legal gekifft wird, ein Rotlichtviertel, ein Chinesenviertel und noch mehr Fahrräder.


Onklaar Anker, Amsterdam

Holland ist wieder schön. Die Sonne scheint wie doll und wir finden einen sehr schönen Platz im Nieuwen Meer kurz vor der City. Die Verquickung von Wohnen mit Wasser ist überall erstaunlich. Vorbei am Monsterflughafen Schiphol queren wir das Neue Meer. Margrits Amsterdamer Freundin Margreet kommt zum Tee vorbei und will morgen bei der Fahrt in die Innenstadt ein Stück mitfahren. Noch suchen wir einen geeigneten Hafen, die Beurteilungen im Internet der verfügbaren Alternativen sind uneinheitlich.


irgendwo im Regen

Süße kleine holländische Dörfer, Windmühlen, alte Segelschiffe, Wohnschiffe: heute alles doof. Es regnet. Den ganzen Tag. Der Wind peitscht uns den Sprühregen ins Gesicht, bis wir aufgeben und uns frühzeitig einen Halteplatz suchen. Da helfen auch keine Gratulationen von Passanten zum Fußballergebnis gegen Brasilien. Im Übrigen halten wir ganz schön den Verkehr auf: jede Brücke mit einer Durchfahrthöhe unter 3 Meter muss extra für uns geöffnet werden. Das heißt Schranken runter, alle Autos und Fahrräder stop, dann wird die Brücke hochgezogen, weggedreht, umgeklappt oder sonst wie weggekurbelt. Unter den aufmerksamen Augen des interessierten Publikums tuffeln wir durch und hinter uns nimmt das Verkehrsgeschehen wieder seinen Lauf. Noch zwei Tage bis Amsterdam.


Gouda

Gouda erweist sich als liebenswertes holländisches Städtchen mit alten, schmalen und stets ein wenig schiefen Häusern, einem Aufsehen erregenden Rathaus, verwinkelten Grachten, vielen alten Wohnschiffen und natürlich unzähligen Fahrrädern. Über eine kleine alte Schleuse gelangen wir in die Innenstadt und finden glücklicherweise einen netten Parkplatz. Alles ist fußläufig zu erreichen und wir stromern durch die Gassen. Für Hilde und Bernd ist dies die letzte Station ihrer Reise auf Rover. Am Montag kommt Margrit zurück, das Auto wird übergeben und am nächsten Morgen treten H+B die Heimreise an. Leider ist dieser Tag sowas von verregnet, dass Margrit und ich nur eine kurze Schirm-Tour machen können (und Käse kaufen…). Wenn der Regen noch aufhören sollte, gehen wir vielleicht noch in die Stadt, um Deutschland gegen Brasilien gewinnen zu sehen.