Rover on tour

Logbuch


18.07.2010

Die Maas (bzw. der Kanal dazu) wird immer schmäler, immer flacher und ist stellenweise stark verkrautet. Fast könnte man meinen, wir hätten uns verfahren. Wenig bis kein Verkehr. Nur in den wenigen Raststätten für Flusswanderer ist alles voll Holländer. So auch in Verdun, aber wir finden ein feines Plätzchen an der verbotenen Pier für kommerzielle Schiffe. In Frankreich ist man in solchen Dingen großzügiger! Abends heftiges Heavy Metal Konzert direkt gegenüber, dass uns die Ohren wegfliegen. Zehn Schleusen heute, wir sind so eingespielt, dass wir die Zahl abends beim Zählen kaum glauben können. Gesamt nun 85 Schleusen.


17.07.2010

Die Maas ist jetzt schon so schmal, dass sie meistenteils durch einen Kanal ergänzt worden ist. Unaufgeregte stille Landschaft, die Zeit lässt für Kaffee und Schokolade. Wir halten Kontakt zu Marysol per Handy, in das wir französische SIM-Cards eingebaut haben. Kaum Franzosen unterwegs, fast nur Holländer, die beidseitig beeindruckende Fendersammlungen präsentieren. Mehrere Briten treffen wir, sogar einen Australier und einen Kanadier. Flusswanderer. 75 Schleusen, 750 km seit Varel.


16.07.2010

Internetmoeglichkeiten werden lästig schwierig. Aber soweit alles klar. Gestern war ich im Krankenhaus wegen einem Nierensteinchen, das mir den Atem raubte, aber inzwischen ist alles wieder gut und wir düsen weiter. 69 Schleusen, 155 m ueber dem Meer. Ansonsten auch mal bei “Marysol” nachgucken (siehe Link).


14.07.2010

Mittags kommen wir aus den Ardennen raus und landen in Charleville-Mézieres, wo uns ein tropischer Gewittersturm im Hafen beutelt. Nettes Städtchen mit sehr modernem Hafen mit allen Schikanen. Schleusenzähler 61 (wir sind schon ganz schön schnell mit diesen automatischen Dingern, die man per Fernsteuerung antriggert und wo man nach dem Festmachen des Bootes den Fahrstuhl startet, jedes Mal so 2 bis 4 m nach oben), 144 m über NN.


13.07.2010

foto0297Und die Maas mäandert weiter durch die Ardennen und wir mit ihr. Eindrucksvoll friedliche stille Landschaft mit hohen bewaldeten Felsen zieht an uns vorüber. Kaum Verkehr, in den Schleusen sind wir allein. Marysol ist nur noch 35 km hinter uns, wird immer wieder aufgehalten. Wir wollten heute nur 8 km bis Revin fahren, aber die dortige Phalanx der holländischen Camping-Motorboote öffnete sich nicht für uns und wir fanden keinen Platz. So endeten wir mehr oder weniger mitten im Wald bei Flusskilometer 48 in völliger Alleinlage. Abends erkunden wir per Bordfahrrad die nächsten 5 km von Land aus.