Rover on tour

Logbuch

Selbststeueranlagen

  • Hier müssen wir unterscheiden zwischen der mechanischen Windsteueranlage und dem elektrohydraulischen Autopiloten.
  • Die Windsteueranlage ist vom Typ Windpilot Pacific und hält den Kurs des Bootes relativ zur Windrichtung mehr oder weniger konstant. Bis auf kürzere Versuche liegen mir damit bisher aber noch keine weiteren Erfahrungen vor.
  • Umso aufwendiger war der Einbau, da Rover über eine hydraulische Steuerung verfügt, die Windpilotanlage aber eine mechanische Pinne erfordert. Da ich der Hydraulik anfänglich sowieso misstraute, baute ich eine mit der Ruderachse verbundene  Hilfsachse ein, an der oben eine Pinne angreift. Um mit der Pinne zu steuern bzw. beim Einsatz des Windpiloten muss zur Entkoppelung in der Hydraulik ein sehr groß bemessener Bypass geöffnet werden. Scheint alles ganz gut zu funktionieren, nur wie gesagt, wenig getestet, da der elektrohydraulische Autopilot einfach genial und genial einfach zu bedienen ist.
  • Der Autopilot ist ein Simrad/Robertson AP22, der über einen Fluxgate-Kompass den Kurs erfasst und mit Hilfe einer Hydraulikpumpe die Ruderhydraulik entsprechend anströmt. Am Steuergerät kann mit einem Rädchen auf ein Grad genau der Kurs vorgegeben werden. Das funktioniert so gut, dass wir effektiv wahrscheinlich 99% der Zeit nicht selbst steuern, sondern steuern lassen. Bei kleiner Crew eine unschätzbare Erleichterung! Das Gerät scheint recht robust zu sein und ist erst einmal (wegen Überlastung?) für eine halbe Stunde ausgestiegen.
  • Der elektrische Autopilot erhält einen festen Kurs (z.B. 352°) als Sollkurs. Diesen hält er recht genau ein. Was er zunächst nicht berücksichtigen kann, ist Versatz durch Querströmung oder wechselnde Abdrift beim Segeln. Will man diesen Effekt ausschließen, muss man ein GPS mit Wegepunkt anschließen und diesen als Ziel angeben. Dann fährt er unter allen Gegebenheiten Strich.
  • Beim Montageort des Kompassgebers muss man versuchen, von ferritischem Stahl fernzubleiben. Wir haben ihn unter die Solaranlage auf dem Edelstahl-Geräteträger angebracht. Hier stellten wir später fest, dass auch durch das elektromagnetische Feld eines stromdurchflossenen Leiters (Solarkabel!) eine Ablenkung des Kompasses erfolgt.
  • Die große Stunde des Windpiloten wird kommen, wenn es auf Langstrecke geht. Denn der tolle Autopilot verbraucht leider ganz schön viel Strom, sodass er nicht über Tage laufen kann, ohne dass die Batterien nachgeladen werden müssen. Dafür reichen die Solarzellen nicht, die auch noch den Kühlschrank versorgen müssen. Der Windpilot dagegen versorgt sich selbst mit nachhaltiger Betriebsenergie. Man wird sehen.

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