Rover on tour

Logbuch


Ein Kommentar

Yarmouth to Chichester

Wir müssen Yarmouth verlassen, da man Plätze braucht für die nächste Regatta. Wir versuchen, an der Abpumpstation unseren Abwassertank abzusaugen, sind aber erfolglos. Gründe unklar. Die Fahrt durch den Solent beginnt harmlos genug mit günstigen Winden und mitlaufendem Strom. Nach 3 Stunden ist der Strom erschöpft und kippt, der Wind dreht zunehmend auf Gegenwind und nimmt zu. Eine Zeitlang schaffen wir es, mit Maschine und einem Handtuch von Vorsegel hoch an Wind einigermaßen den Kurs zu halten. Als unsere Fahrt über Grund auf deutlich unter Fußgängertempo zurückgeht, kreuzen wir und versuchen, den Containerschiffen nach Southampton auszuweichen. Das Ganze selbstredend fast durchgehend bei Regen. Sehr grobe See und 18 bis 22 kn Wind. So macht die Sache keinen Spaß mehr. Aber wir erreichen schließlich die Mündung des Flusses, der nach Chichester hineinführt und folgen ihm noch eine weitere Stunde (natürlich wieder gegen den Strom). Tausende von Booten liegen links und rechts an ihren Bojen. Bei Niedrigwasser (noch 60cm unter den Kiel) lässt man und in die Schleuse und weist uns einen Box zu. Der Hafen hat 1000 Liegeplätze und gehört eher dem gehobenen Standard an. Wir sind unendlich froh und dankbar, endlich Ruhe zu haben. Die Windvorhersage für die kommenden Tage lässt uns 3 Nächte buchen.


Ein Kommentar

Yarmouth

Die alte Dünung aus Südwest lässt das Boot taumeln und schlägt den Rückenwind aus der Genua. Aber wir kommen trotz Gegenstrom vorwärts und sind ein paar Stunden später an der Einfahrt zum Solent. In den relativ geschützten Gewässern nördlich der Isle of Wight kommt man auch mit 18 bis 20 kn Wind klar. In Yarmouth empfängt uns der Berthing Master und geleitet uns zu einem schönen längsseits Platz. Die Sonne scheint mal wieder zur Abwechslung und wir machen eine Rundreise per Bus zu den Needles.


Hinterlasse einen Kommentar

Poole

Morgens Verwirrung bezüglich Schießübungen auf unserer Route, die sich später als abgesagt entpuppen. Also los. Der angesagte leichte Südwind erweist sich als starker Südost, sodass wir hoch an den Wind müssen. Sehr unruhige See, Böen bis 6 Bft. Poole hat ein sehr weitläufiges Hafengebiet mit tausenden von Booten, aber keine verfügbaren Liegeplätze für Gäste. Schließlich entern wir einfach einen Platz im Poole Yacht Club und erhalten die Genehmigung zu bleiben. Für 80€ die Nacht. Zu allem Überfluss streiken unsere 24V Batterien endgültig und wir versuchen, neue Akkus zu organisieren. Wetter sehr windig und bedeckt. Wir werden wohl 3 Nächte hier bleiben müssen.


Hinterlasse einen Kommentar

Über den englischen Kanal

Früh los, da wir mit 13h Fahrt rechnen. Wetter bedeckt, später Regen. Bestürzender Ausfall von AIS und Kartenplotter, die wir gerade heute dringend brauchen. Nach längerem Aufenthalt in der Backskiste an provisorische Spannungsversorgung angeklemmt, dann wieder OK. Im Verkehrstrennungsgebiet kommen die dicken Pötte wie an der Perlenschnur, teils mit 20kn. Kriegen wir alles hin. Zu wenig Wind, später Gegenstrom. Es zieht sich. Portland hat einen riesigen Außenhafen und viel freien Platz für Besucher, ist aber sehr abgelegen und ohne Leben. Einklarierung und gelbe Flagge interessiert keinen. 60€/Nacht.


Hinterlasse einen Kommentar

Alderney

Bei wenig Wind und viel Strom runden wir die SW-Ecke von Jersey und gehen nach Norden. Auf der Höhe von Sark gibt es Bratwurst mit Gurken und Paprika. Maschine läuft ununterbrochen. Der Strom wird schließlich mitlaufend und zusammen mit der Genua machen wir länger 8 bis 9 kn über Grund. Viel schneller als erwartet. Am Ende bremst uns der Gegenstrom wieder enorm ab, aber es kommt plötzlich Wind auf und wir kreuzen in die Hafenbucht von Alderney. Als wir eine freie Boje suchen wollen, überfällt uns ein Starkregen und wir werden nass bis auf die Knochen. Als wir schon ankern wollen, entdecken wir noch eine freie Boje und machen fest. Dann hört der Regen auf. Leider ist der Platz etwas schwellig und das Boot rollt.